Von Gorgias bis Lukrez
Antike Ästhetik und Poetik als vergleichende Zeichentheorie

LiteraturForschung-Buchreihe
Akademie Verlag, Berlin 1999, 680 Seiten
ISBN 978-3-05003-275-7
  • Vorwort XI
  1. Kapitel
    Wege der Indiziensemiotik
    1. Der Spruch des Anaximander l
    2. Zeichen in der Medizin 12
    3. Zeichen in der Geschichtsschreibung 29
    4. Zeichen im Rechtswesen 47
    5. Zeichenschlüsse in der Rhetorik 49
    6. Zeichen der Götter 51
    7. Zeichen und Signal 53
  2. Kapitel
    Schweigende Poesie, Redende Malerei: Lesearten zu Simonides 61
    1. Die Zeichennatur der Bilder 61
    2. Sokrates interpretiert ein Gedicht 70
    3. Der Torso von Milet 74
    4. »Schön ist alles, dem nicht ein Häßliches sich gesellte« 80
  3. Kapitel
    Das Farbengleichnis des Empedokles 85
  4. Kapitel
    Systasis: Die Entdeckung der syntaktischen Dimension der bildnerischen Zeichen durch Polyklet 99
    1. Formalisierung von Zeichen 99
    2. Systasis und Strukturanalyse 104
    3. Der Doryphoros des Polyklet 106
    4. Palíntropos harmoníē 109
    5. Die Athena-Marsyas-Gruppe des Myron 113
  5. Kapitel
    Gorgias und die Geburt der Ästhetik 117
    1. Die Macht des Wortes 117
    2. Die Macht des Bildes 126
    3. Die Entdeckung der Fiktionalität 128
    4. Die Verteidigung des Palamedes 141
    5. Die Tragödientheorie des Gorgias 144
    6. Hedonistische Ästhetik 147
    7. Herakles am Scheideweg - die antihedonistische Poetik des Prodikos 148
    8. Platons Lustprinzip 156
  6. Kapitel
    Die Helena des Euripides 169
  7. Kapitel
    Platons Semiotik des Sagens und Zeigens 183
  8. Kapitel
    Der Gestaltbegriff als ein Grundbegriff antiker Ästhetik 213
  9. Kapitel
    Die Semiotik des Aristoteles 229
    1. Zeichenmodelle 229
    2. Die Mimesis der Praxis 239
    3. Dramaturgie des Möglichen 243
    4. Spielraum des Denkmöglichen 247
    5. Spezifik des handlungstheoretischen Modells der Tragödie 250
    6. Die poetologische Fassung des Allgemeinen 257
  10. Kapitel
    Die Eidola- Theorie: Demokrit und Epikur 265
  11. Kapitel
    Philodems Schrift über Phänomene und Zeichenschlüsse 279
    1. Die semiotische Debatte zwischen Stoikern und Epikureern 279
    2. Induktion und Konstruktion 293
  12. Kapitel
    Peirce und die Griechen 301
    1. Arisbe 301
    2. Studies in Logic 308
    3. Hypothesenaufstellung und Induktion 311
    4. Vielfalt und Gleichförmigkeit 316
    5. Der Kontaktpunkt des Handelns 317
    6. Indicative Signs 320
  13. Kapitel
    Das Evidenzproblem 325
    1. Der Streit um die phantasíā katalēptikē 325
    2. Welchen Zeichenausdruck findet Evidenz? 335
  14. Kapitel
    Begründung der Axiologie durch die Stoa als Voraussetzung einer selbständigen Entwicklung der Ästhetik 339
    1. Die stoische Ethik 339
    2. Die Lehre von der Oikeiosis 348
    3. Vorsehung und Selbstverfügung 356
    4. Die Einführung der adiáphora 371
    5. Zur Spezifik der Werturteile in stoischer Sicht 374
    6. Werturteile und Affekte 378
    7. Die Wertsituation als spezifische Zeichensituation 382
  15. Kapitel
    Die spezifische Fassung von Aisthesis in der Stoa 387
    1. Übergang zur Ästhetischen Zeichensituation 387
    2. Ästhetische Wertung als sinnliche Wertung 390
    3. Die Musiktheorie des Diogenes von Seleukeia in ihrer Darstellung und Kritik durch Philodem 393
    4. Dichtungstheoretische Zielpunkte epikureischer Kritik: Krates und Neoptolemos 403
  16. Kapitel
    Das Persona-Modell des Panaitios 413
  17. Kapitel
    Chrysipp und Aratos 435
    1. Semiotik der Affekte 435
    2. Die Sitzstatue des Chrysipp 438
    3. Die Phainómena des Aratos 446
    4. Die Rettung der Phänomene 452
    5. Die Astronomica des Marcus Manilius 461
  18. Kapitel
    Marsyas 471
    1. Der Wettstreit zwischen Apoll und Marsyas 471
    2. Dionysos, der Maskengott 485
    3. Marsyas und der Schinder 490
  19. Kapitel
    Die Poetologie des Philodem 495
    1. Ausgangspunkt: Epikurs Ethik 495
    2. Ästhetischer Utilitarismus und transinstrumentale Ästhetik 502
  20. Kapitel
    Philodems Epigramme 519
  21. Kapitel
    Der Boxer vom Quirinal: Strukturaspekte des semiotischen Phänomenalismus 545
  22. Kapitel
    Semiotische Poetik: Lukrez 581
    1. Bild und Zeichen 581
    2. Die Physik des Lukrez 595
    3. Das Buchstabengleichnis 613
    4. Anagramme 626
    5. Poetik der Metathesis 633
    6. Philosophie und Poesie 641

Medienecho

19.07.2003
Antike Ästhetik und Poetik als vergleichende Zeichentheorie

Rezension von Herbert Bannert, in: Wiener Studien. Zeitschrift für Klassische Philologie, Patristik und Lateinische Tradition, Bd. 116/2003