Christine Kirchhoff, Falko Schmieder (Hg.)

Freud und Adorno
Zur Urgeschichte der Moderne

LiteraturForschung Bd. 19
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2014, 181 Seiten
ISBN 978-3-86599-212-3

Gegenwärtig scheint es stiller um die kulturtheoretischen Ansätze Freuds und Adornos geworden zu sein, die vor einigen Jahrzehnten die Auseinandersetzung mit der Moderne geradezu beherrschten. Wenn die Probleme, die im Mittelpunkt ihres Denkens standen – Freuds »Unbehagen in der Kultur« und Adornos »Dialektik der Aufklärung« – heute in einem anderen Kontext wieder wichtig werden, stellt sich auch die Frage nach der Rezeption auf neue Weise.
Die Beiträge des Bandes spüren gemeinsamen Motiven und Fragestellungen Freuds und Adornos nach und untersuchen die Rezeptionsgeschichte von Psychoanalyse und Kritischer Theorie. Ein zentrales Thema ist dabei die Frage nach der äußeren wie der inneren Natur und ihrem Verhältnis zur Kultur und Gesellschaft, ausgehend von der Erfahrung, dass gerade die zunehmende Entmythologisierung der Welt durch den Fortschritt in den Naturwissenschaften neue Mythen hervorbringt: ein Nachleben archaischer Motive in wissenschaftlichem Gewand.

Mit Beiträgen von Emil Angehrn, Helmut Dahmer, Birgit Erdle, Alex Gruber, Philip Hogh, Christine Kirchhoff, Erik Porath und Gunzelin Schmid Noerr.

Veranstaltung

Workshop
11.02.2011 – 12.02.2011

Zur Urgeschichte der Moderne. Freud und Adorno

ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Seminarraum 303

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Medienecho

03.03.2017
Freud und Adorno. Zur Urgeschichte der Moderne

Rezension von Shadan Tavakoli, in: Rote Ruhr Uni vom 03.03.2017