Prof. Homi K. Bhabha

Honorary Member des ZfL, Professor of the Humanities, Senior Advisor on the Humanities to the President and Provost an der Harvard University (USA)

Zur Person / Vita

Homi K. Bhabha studierte an der Bombay University und am Christ Church College Oxford und promovierte dort mit einer Arbeit zu V. S. Naipaul. Er lehrte u.a. an den Universitäten von Oxford, Sussex, Warwick, London und Chicago. Er ist Ehrendoktor zahlreicher Universitäten. 2012 wurde er mit dem Padma Bhushan-Preis für Literatur und Bildung der indischen Regierung ausgezeichnet. Seit 2015 ist er Honorary Member des ZfL.

Homi K. Bhabha ist bekannt geworden durch einen neuen Blick auf kulturelle Praktiken unter Bedingungen von Exil, Migration oder Multikulturalismus. Dabei entwickelte er eine Theorie des ›third space‹ (als räumlich konzipierte Zone kultureller Differenz), der von Hybridität, Ambivalenz und Kosmopolitismus geprägt ist. Mit seinem Buch The Location of Culture (1994) festigte er seinen Ruf als einer der führenden Vertreter des Postkolonialismus. Viele von ihm geprägte theoretische Figuren sind zu Schlüsselbegriffen aktueller Kulturtheorie geworden. Seine Thesen und Konzepte entfalten ihre Wirkung nicht nur in den Literatur-, Kunst-, Kultur- und Sozialwissenschaften; sie inspirieren auch öffentliche Debatten zur Integrationspolitik und Interkulturalität.

In Folge der Nominierung durch Sigrid Weigel erhielt er Ende 2015 den Alexander von Humboldt-Forschungspreis. Die damit verbundenen Forschungsaufenthalte in Berlin am ZfL nutzte er, um über Hannah Arendt zu arbeiten und in Kooperation mit Wissenschaftler*innen des ZfL die Korrespondenzen zwischen Arendts Theorie des Dazwischen und seinem Konzept des Third Space zu erkunden.

Foto © Matthias Stief

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